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Neuer Anlegerskandal mit Gold-Investments? ... und wieder eine Betrüger-Goldfirma weg vom Fenster und das Geld der Anleger wird verloren sein... Es wird wohl leider nicht die Letzte sein...

Auf dem deutschen Anlagemarkt bahnt sich ein neuer Skandal an. Ein Kölner Gold-Investor soll Kleinanleger mit hohen Renditeversprechen gelockt haben: Bis zu 22 Prozent Rendite in zwei Jahren wurden laut Medienberichten versprochen. Nun ist nach mehreren Eigentümerwechseln niemand mehr erreichbar.

Die Bonus.Gold GmbH aus Köln könnte im Mittelpunkt eines neuen Anlageskandals auf dem grauen Kapitalmarkt stehen.

Anleger haben bei dem Investor Edelmetall im Wert von 45 Millionen Euro investiert. Doch wie das Handelsblatt und die Webseite investmentcheck.de berichten, ist das Investmenthaus vor Kurzem verkauft wurden. Mit bitteren Konsequenzen: Seitdem könnten Kunden nicht mehr auf ihre Konten zugreifen, die Ansprechpartner seien nicht mehr erreichbar. Zudem habe es eine Razzia aus bisher ungeklärten Hintergründen gegeben.

Ähnliches Geschäftsmodell wie PIM Gold

Gegründet wurde Bonus.Gold 2017 von drei Männern, die zuvor bei der PIM Gold GmbH aus dem Hessischen Heusenstamm tätig waren: ausgerechnet jenem Unternehmen also, gegen das die Staatsanwaltschaft aktuell wegen Betrugs ermittelt. PIM Gold wird verdächtigt, ein Schneeballsystem unterhalten zu haben: Und tatsächlich lässt aufhorchen, dass das Geschäftsmodell des Kölner Investors ähnlich aussieht.

Laut „Handelsblatt“ sammelte Bonus.Gold Geld von Anlegern ein, um damit Gold zu kaufen. Doch das Edelmetall sollte nicht ausgeliefert werden, sondern bei den Domstädtern verbleiben, um damit einen ordentlichen Aufschlag zu erwirtschaften. Das sollte möglich sein zum Beispiel durch den Handel mit Altgold und die Herstellung von türkischem Hochzeitsschmuck. Bis zu 22 Prozent Rendite binnen zwei Jahren wurden den Anlegern versprochen.

Im März 2017 erwarb Murat Kaynar die Geschäftsanteile an dem Unternehmen und setzte seinen Sohn als Geschäftsführer von Bonus.Gold ein. Er versicherte dem „Handelsblatt“, rund 870 Kilogramm Gold vom Geld der Anleger erworben zu haben. Das Vorhandensein des wertvollen Metalls habe auch der Wirtschaftsprüfer Artur Bieganski Anfang des Jahres bestätigt, schreibt "Investmentcheck".

Doch bereits im Juni 2019 habe ein Wirtschaftsprüfer bemängelt, dass die Existenz von mehr als 90 Prozent des Kundengoldes für das Geschäftsjahr 2017 als „nicht hinreichend nachgewiesen“ eingestuft worden sei, so berichtet das "Handelsblatt". Fehlende Bilanzen seien nie nachgeliefert worden.

 

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